GEOTECHNIK
Grevenbroich, Germany
info@geotechnik.vip
StartseiteIn-Situ-Prüfungen

In-Situ-Prüfungen in Grevenbroich

In-Situ-Prüfungen – zu Deutsch auch Feldversuche oder Baugrunduntersuchungen vor Ort genannt – bilden das Rückgrat jeder fundierten geotechnischen Planung in Grevenbroich. Anders als Laborversuche an entnommenen Proben erfassen diese Prüfverfahren den Boden oder Fels in seinem natürlichen, ungestörten Zustand. Sie liefern unverzichtbare Kennwerte zur Tragfähigkeit, Verdichtung und Durchlässigkeit des Untergrunds. In einer Region, die von tiefgründigen Lockergesteinen und wechselnden Grundwasserständen geprägt ist, sind diese direkten Aufschlüsse unersetzlich, um Setzungen vorherzusagen, die Standsicherheit von Bauwerken zu gewährleisten und wirtschaftliche Gründungslösungen zu entwickeln.

Die geologischen Bedingungen in Grevenbroich werden maßgeblich durch die Lage in der Niederrheinischen Bucht bestimmt. Hier dominieren mächtige quartäre Lockersedimente, vor allem Kiese und Sande der Rhein-Maas-Hauptterrasse, die örtlich von bindigen Deckschichten aus Lösslehm oder Hochflutlehm überlagert werden. Im Stadtgebiet selbst finden sich zudem anthropogene Auffüllungen, die aus dem jahrzehntelangen Braunkohletagebau und der Rekultivierung resultieren. Diese heterogene Untergrundstruktur mit stark schwankenden Lagerungsdichten erfordert eine präzise Erkundung, da die Eigenschaften selbst auf kurzer Distanz erheblich variieren können.

Demonstrationsvideo

Für die Ausführung und Auswertung von In-Situ-Prüfungen in Deutschland sind die Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) sowie die Regelwerke der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) maßgebend. Zentral sind hier die DIN EN ISO 22476-Reihe für Felduntersuchungen und die DIN 4094 als ergänzende nationale Norm. Speziell für die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) ist die DIN 18125-2 heranzuziehen, während der Plattendruckversuch (PLT) nach DIN 18134 durchgeführt wird. Bei Wasserdurchlässigkeitsversuchen im Bohrloch, wie dem Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon), sind die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Versuchstechnik Fels' der DGGT sowie die DIN 18300 für Wasserhaltungsarbeiten relevant.

Das Spektrum der Bauprojekte in Grevenbroich, die zwingend auf In-Situ-Prüfungen angewiesen sind, ist breit gefächert. Es reicht vom klassischen Wohn- und Gewerbebau über die Errichtung von Windenergieanlagen auf rekultivierten Tagebauflächen bis hin zum Bau von Regenrückhaltebecken und der Sanierung von Deichanlagen entlang der Erft. Auch der Verkehrswegebau, etwa die laufende Anpassung der Infrastruktur im Zuge des Strukturwandels, erfordert detaillierte Lastplattendruckversuche zur Qualitätssicherung von Erdplanien und Tragschichten. Bei der Planung von Versickerungsanlagen, die in Grevenbroich aufgrund des hohen Grundwasserstands oft eine Herausforderung darstellen, sind Felddurchlässigkeitsversuche unverzichtbar, um die tatsächliche Infiltrationsleistung des Untergrunds zuverlässig zu bemessen.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: info@geotechnik.vip

Verfügbare Leistungen

Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren)

→ Ver detalle

Plattendruckversuch (PLT)

→ Ver detalle

Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon)

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Was genau ist der Unterschied zwischen In-Situ-Prüfungen und Laborversuchen in der Geotechnik?

In-Situ-Prüfungen werden direkt am gewachsenen Boden oder Fels im natürlichen Verbund durchgeführt, ohne ihn zu entnehmen. Sie erfassen das Spannungs-Dehnungs-Verhalten, die Lagerungsdichte und die Durchlässigkeit unter realen, ungestörten Bedingungen. Laborversuche hingegen analysieren entnommene Proben, die durch Transport und Einbau gestört sein können. Feldversuche sind daher oft repräsentativer für die tatsächlichen Baugrundeigenschaften, insbesondere bei heterogenen oder nicht bindigen Böden.

Welche In-Situ-Prüfung ist für den Bau eines Einfamilienhauses in Grevenbroich am wichtigsten?

Für ein Einfamilienhaus ist der Plattendruckversuch (PLT) nach DIN 18134 von zentraler Bedeutung, um die Tragfähigkeit und den Verformungsmodul der Gründungssohle und des Baugrubenplanums zu prüfen. Ergänzend ist die Felddichtebestimmung mittels Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 entscheidend, um die erreichte Verdichtung von Auffüllungen oder Bodenaustauschschichten nachzuweisen. Diese Versuche stellen sicher, dass keine schädlichen Setzungen auftreten.

Wann ist ein Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Grevenbroich erforderlich?

Dieser Versuch ist immer dann notwendig, wenn Wasser in den Untergrund versickert werden soll oder eine Wasserhaltung geplant ist. In Grevenbroich ist das typisch für die Dimensionierung von Regenwasserversickerungsanlagen, da der hohe Grundwasserstand und die oft sandig-kiesigen Böden eine genaue Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwerts (kf-Wert) erfordern. Auch beim Bau von Dichtwänden oder für die Beurteilung von Abdichtungsinjektionen im Untergrund kommt der Versuch zum Einsatz.

Welche Normen und Regelwerke sind für die Durchführung von In-Situ-Prüfungen in Deutschland bindend?

Die maßgebenden Regelwerke sind die DIN EN ISO 22476-Reihe für verschiedene Felduntersuchungen wie Drucksondierungen sowie die ergänzende nationale Norm DIN 4094. Spezifische Verfahren sind in eigenen Normen geregelt: der Plattendruckversuch in DIN 18134, die Dichtebestimmung mit dem Sandkegel in DIN 18125-2 und die Rammsondierung in DIN EN ISO 22476-2. Zusätzlich sind die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Versuchstechnik Fels' der DGGT für spezielle Versuche wie den Lugeon-Test von hoher fachlicher Bedeutung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Grevenbroich und Umgebung.

Größere Karte ansehen