Grevenbroich liegt mit 51.09° Nord auf einer Höhe von rund 45 m üNN, geprägt von der Niederterrasse der Erft und mächtigen Auelehmen. Bei geplanten Bauvorhaben im Stadtgebiet – vom neuen Gewerbehof in Kapellen bis zur Wohnbebauung in Wevelinghoven – trifft man häufig auf gering tragfähige, setzungsempfindliche Bodenschichten. Die Bemessung von Schottersäulen liefert hier die statisch notwendige Tragfähigkeitserhöhung direkt im Baugrund, ohne aufwendigen Bodenaustausch. Unser Team führt die Vorbemessung auf Basis der Baugrunderkundung durch, die wir vorab mit einer Korngrößenanalyse und der Bestimmung der Atterberg-Grenzen an ungestörten Proben absichern. So entsteht ein belastbares Gründungskonzept, das Setzungen um bis zu 70 % reduziert und die Bauzeit in Grevenbroich verkürzt.
Ein korrekt bemessenes Schottersäulenraster verwandelt setzungsempfindliche Auelehme in einen tragfähigen Baugrund – ohne Austausch, ohne Deponiekosten.
Ablauf und Umfang
Örtliche Baugrundfaktoren
Der Rüttler mit Tiefenrüttelbär und Schleuseneinheit fährt auf der Baustelle in Grevenbroich exakt die im Bemessungsplan vorgegebene Säulenposition an. Eine ungenaue Abstimmung zwischen Rüttelenergie, Schleusenzeit und Rückzugsgeschwindigkeit führt sofort zu Einschnürungen im Schottersäulenschaft oder unzureichender seitlicher Verdichtung. In den weichen, teils organischen Schichten des Erfttals besteht die Gefahr, dass sich der Porenwasserüberdruck nicht schnell genug abbaut – dann versagt der Verdichtungsmechanismus lokal. Wir begegnen dem durch eine engmaschige QS vor Ort: Jede dritte Säule wird mit der schweren Rammsonde DPH nachprofiliert. Bei Abweichungen von mehr als 15 % vom rechnerischen Sollwert wird das Raster im betroffenen Baufeld sofort nachjustiert. Diese Rückkopplung zwischen Bemessungsmodell und Ausführungsqualität verhindert kostspielige Nachbesserungen und schützt den Grevenbroicher Bauherrn vor unerwarteten Setzungsschäden.
Referenznormen
DIN EN 1997-1:2014-03 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 4017 – Berechnung des Grundbruchwiderstands, DIN EN ISO 22476-2 – Rammsondierungen, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke
Zugehörige Fachleistungen
Geotechnische Vorbemessung und Rasterplanung
Festlegung von Durchmesser, Rastergeometrie und Einbindetiefe auf Basis der Baugrunderkundung. Berechnung des Verbesserungsfaktors und der Setzungsprognose nach Priebe oder FEM für Ihr Bauvorhaben in Grevenbroich.
Baugrundaufschluss und Laboruntersuchungen
Drucksondierungen und Kernbohrungen zur Schichtansprache. Klassifizierende und gesteinsmechanische Laborversuche nach DIN an den anstehenden Weichschichten.
Qualitätssicherung während der Säulenherstellung
Kontinuierliche Aufzeichnung der Rüttelparameter, Nachverdichtungskontrolle mittels Rammsondierung DPH und Lastplattendruckversuch. Dokumentation gemäß den Vorgaben der Bemessung.
Typische Parameter
Fragen und Antworten
Ab welcher Schichtmächtigkeit lohnt sich die Bemessung von Schottersäulen in Grevenbroich?
Die Wirtschaftlichkeit setzt ein, wenn weiche oder bindige Schichten mit Ic ≥ 0,75 mehr als 3,0 m Mächtigkeit aufweisen und ein Bodenaustausch unverhältnismäßig teuer würde. In Grevenbroich ist das bei den typischen Auelehmprofilen fast immer der Fall. Die Bemessung rechnet sich besonders bei großflächigen Fundamenten, wo Setzungsdifferenzen kritisch werden.
Mit welchen Kosten muss ich für die Bemessung von Schottersäulen rechnen?
Die reinen Planungskosten für die Bemessung von Schottersäulen – inklusive Vorbemessung, Rasterplan und QS-Konzept – bewegen sich je nach Bauwerksgröße und Untergrundkomplexität zwischen €1.140 und €4.970. Darin enthalten sind die geotechnische Berechnung, die Ausarbeitung des Säulenplans und die Festlegung der Abnahmekriterien.
Welche Setzungsreduktion ist mit Schottersäulen im Erfttal erreichbar?
In den weichen Auelehmen des Erfttals erreichen wir mit einem optimierten Raster Setzungsreduktionen zwischen 60 und 80 %. Der genaue Wert hängt vom erreichten Verbesserungsfaktor n ab, der über die Priebe-Methode aus dem Verhältnis von Spitzenwiderstand der Säule zur Steifigkeit des umgebenden Weichbodens berechnet wird.
Kann man Schottersäulen auch bei hohem Grundwasserstand in Grevenbroich herstellen?
Ja, das Tiefenrüttelverfahren funktioniert auch unter Wasser. Der Rüttler verdrängt den Boden und baut die Schottersäule im Trockenen auf. Entscheidend ist, dass die Bemessung den Porenwasserüberdruck berücksichtigt und die Rückzugsgeschwindigkeit entsprechend anpasst. Unsere QS-Protokolle sichern das ab.
